From Past to Present

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Einblick in die Geschichte des Bundeshauses.
Weiter unten finden Sie auch noch Interessantes zu unserem Boarding Haus an der Heussallee und unserem Hauptgebäude

Die Pädagogische Akademie

Von 1930 bis 1933 entstand auf dem Gelände des heutigen sogenannten Bundeshauses (ein Teil davon ist der ehemalige Plenarsaal des Deutschen Bundestages) eine in Bonn neu eingerichtete Pädagogische Akademie.

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Die Pädagogische Akademie

Von 1930 bis 1933 entstand auf dem Gelände des heutigen sogenannten Bundeshauses (ein Teil davon ist der ehemalige Plenarsaal des Deutschen Bundestages) eine in Bonn neu eingerichtete Pädagogische Akademie, ein im Bauhausstil errichtetes Gebäude mit einer südlich vorspringenden Turnhalle. Die Aula der Akademie diente von 1948 bis 1949 als Sitzungssaal des Parlamentarischen Rates.

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Der Plenarsaal von Hans Schwippert

Um der Stadt Frankfurt am Main als Mitbewerber um den Regierungssitz zuvorzukommen, beauftragte die Stadt Bonn den Aachener Architekten Hans Schwippert 1949 mit der Erweiterung der Akademie um einen Plenarsaal.

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Der Plenarsaal von Hans Schwippert

Um der Stadt Frankfurt am Main als Mitbewerber um den Regierungssitz zuvorzukommen, beauftragte die Stadt Bonn den Aachener Architekten Hans Schwippert 1949 mit der Erweiterung der Akademie um einen Plenarsaal. Er schuf innerhalb weniger Monate im Anschluss an die ehemalige Turnhalle, die zum Foyer umgebaut wurde, einen Sitzungssaal für 520 Abgeordnete und eine Tribüne für 400 Besucher.

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Die erste Parlamentssitzung

Am 10. Mai 1949, zwei Tage nach der Verabschiedung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland, erhielt Bonn in geheimer Abstimmung des Parlamentarischen Rates mit 33 zu 29 Stimmen die Stimmenmehrheit.

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Die erste Parlamentssitzung

Am 10. Mai 1949, zwei Tage nach der Verabschiedung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland, erhielt Bonn in geheimer Abstimmung des Parlamentarischen Rates mit 33 zu 29 Stimmen die Stimmenmehrheit und wurde somit zum „vorläufigen Sitz der Bundesorgane“ ernannt. Am 7. September 1949 fand im Plenarsaal die erste Sitzung des Deutschen Bundestages statt.

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Das Bundeshaus

Am 3. November 1949 wurde die Hauptstadtfrage durch den 1. Deutschen Bundestag schließlich endgültig zugunsten von Bonn geklärt.

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Das Bundeshaus

Am 3. November 1949 wurde die Hauptstadtfrage durch den 1. Deutschen Bundestag schließlich endgültig zugunsten von Bonn geklärt. Die Akademie wurde zum Bundeshaus. In die Aula zog der Bundesrat und blieb dort bis zum Umzug nach Berlin im Jahr 1999. Der Bundestag tagte bis Mitte der 1980er Jahre in der erweiterten ehemaligen Turnhalle der Pädagogischen Akademie, an deren Stelle heute der Plenarsaal von Behnisch & Partner steht.

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Der Plenarsaal von Günter Behnisch

Erste Pläne für einen Neubau des Plenarsaals gab es bereits Anfang der 1970er Jahre.

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Der Plenarsaal von Günter Behnisch

Erste Pläne für einen Neubau des Plenarsaals gab es bereits Anfang der 1970er Jahre. Die Architektengruppe Behnisch & Partner aus Stuttgart gewann den Wettbewerb „Bundestag und Bundesrat“ mit der Auflage, ihren Entwurf noch einmal zu überarbeiten. Planungen und Diskussionen dauerten über Jahre, bis die Abgeordneten sich 1981 zunächst für den Umbau der alten denkmalgeschützten Tagungsstätte entschieden. Nach weiteren Voruntersuchungen und Diskussionen wurde der alte Saal 1987 doch abgerissen. An gleicher Stelle sollte der Neubau mit angeschlossenem Präsidialbau und Restaurant errichtet werden.

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Vom Wasserwerk, in den Plenarsaal in Bonn und 1999 nach Berlin

1988 wird schließlich mit dem Bau begonnen.

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Vom Wasserwerk, in den Plenarsaal in Bonn und 1999 nach Berlin

1988 wird schließlich mit dem Bau begonnen. Nach 20 Jahren Planungen und Änderungen wird der Plenarsaal nach fünfjähriger Bauzeit am 30. Oktober 1992 eingeweiht. Während der Bauzeit tagten die Abgeordneten im benachbarten ehemaligen Wasserwerk (1986 –1992). Hier wurde über die Wiedervereinigung Deutschlands entschieden und hier beschloss der Deutsche Bundestag am 20. Juni 1991, seinen Sitz nach Berlin zu verlegen. Am 1. Juli 1999 fand im Plenarsaal die letzte Sitzung des Parlamentes in Bonn statt.

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Das World Conference Center Bonn

Seit Herbst 1999 ist der ehemalige Plenarsaal Teil des World Conference Center Bonn.

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Das World Conference Center Bonn

Seit Herbst 1999 ist der ehemalige Plenarsaal Teil des World Conference Center Bonn. Das Wasserwerk wurde dem benachbarten Campus der in Bonn ansässigen Organisationen der Vereinten Nationen hinzugefügt und soll dort nach Umbaumaßnahmen für kleinere Veranstaltungen der Vereinten Nationen genutzt werden.

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Bonn –Stadt der Vereinten Nationen

Mit der Ansiedelung von Sekretariaten und Einrichtungen der Vereinten Nationen in Bonn wurde 1996 begonnen.

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Bonn –Stadt der Vereinten Nationen

Mit der Ansiedelung von Sekretariaten und Einrichtungen der Vereinten Nationen in Bonn wurde 1996 begonnen. Heute sind auf dem Campus der Vereinten Nationen mehr als 26 Organisationen der Vereinten Nationen mit rund 1.000 Beschäftigten beheimatet. Eine Stadt, die Sitz der Vereinten Nationen ist, braucht eine passende Konferenz-Infrastruktur auch für große Vertragsstaatenkonferenzen.

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Die Erweiterung des Kongresszentrums

Mit dem Bellevue-Vertrag, geschlossen am 27. Februar 2002, begann die Planung für eine Erweiterung des Bonner Kongresszentrums. 

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Die Erweiterung des Kongresszentrums

Mit dem Bellevue-Vertrag, geschlossen am 27. Februar 2002, begann die Planung für eine Erweiterung des Bonner Kongresszentrums. Seit 2015 stehen mit dem Hauptgebäude des World Conference Center Bonn deutlich erweiterte Kapazitäten für Veranstaltungen aller Art zur Verfügung. Das Kongresszentrum bietet in seinen beiden Gebäuden – dem Plenargebäude und dem Hauptgebäude – Platz für Events mit bis zu 7.000 Personen.

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Internationaler Kongressstandort Bonn

Die Bundesstadt Bonn kann mit dem World Conference Center Bonn immer wieder zeigen, dass sie als Kongressstandort auch für große Tagungen geeignet ist.

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Internationaler Kongressstandort Bonn

Die Bundesstadt Bonn kann mit dem World Conference Center Bonn immer wieder zeigen, dass sie als Kongressstandort auch für große Tagungen geeignet ist. Beispiele sind zwei Weltklimagipfel, die Süßwasserkonferenz, die Afghanistan-Konferenzen, die Internationale Konferenz für erneuerbare Energien, die UNO- Vertragsstaatenkonferenz für biologische Artenvielfalt und die G20-Außenministerkonferenz. Im November 2017 fand in Bonn die Weltklimakonferenz (COP23) statt. Es war mit 22.000 Teilnehmern aus 190 Ländern die bislang größte internationale Konferenz in Deutschland.

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Das Hauptgebäude

Auf dem Areal des Hauptgebäudes des World Conference Center Bonn (WorldCCBonn) befanden sich bis in die 2000er Jahre die Villa Dahm sowie das so genannte Bundesbüdchen.

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Das Hauptgebäude

Auf dem Areal des Hauptgebäudes des World Conference Center Bonn (WorldCCBonn) befanden sich bis in die 2000er Jahre die Villa Dahm sowie das so genannte Bundesbüdchen.

Die Villa Dahm diente seit 1955 als Sitz der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft (DPG). Mit dem Umzug der DPG nach Berlin schenkte der Bund die Villa 1999 der Stadt Bonn und im Mai 2005 wurde der Abriss des bis zuletzt denkmalgeschützten Gebäudes beschlossen, weil auf dem Gelände die Erweiterung des WorldCCBonn entstehen sollte.

In unmittelbarer Nähe der Villa Dahm und schräg gegenüber dem Eingang zum Bundesrat stand das so genannte „Bundesbüdchen. Seit 1957 betrieb die Familie Rausch diesen Kiosk, an dem die Bonner Politikprominenz Tageszeitungen, Comics oder Brötchen kaufte. Zu den Stammkunden zählten zahlreiche Spitzenpolitiker, Abgeordnete und Journalisten aus der ganzen Welt. Friedrich Nowottny verkaufte 1981, nach einer verlorenen Wette bei „Wetten, dass...?“, Würstchen im Bundesbüdchen für einen guten Zweck, eines davon an Loki Schmidt, Ehefrau des damaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt. Am Büdchen waren ebenfalls Herbert Wehner sowie Franz Josef Strauß Kunden. Außerdem ließ Helmut Kohl ließ regelmäßig seinen Fahrer Brötchen besorgen. Im Oktober 2006 musste das Bundesbüdchen dem geplanten Erweiterungsbau des WorldCCBonn weichen. Es wurde verladen und eingelagert, bis es dann im Mai 2020 seinen jetzigen Platz an der Ecke Heussallee / Platz der Vereinten Nationen fand.

Im Jahr 1996 begann die Ansiedelung von Sekretariaten und Einrichtungen der Vereinten Nationen in Bonn. Eine Stadt, die Sitz der Vereinten Nationen ist, braucht eine passende Konferenz-Infrastruktur auch für große Vertragsstaatenkonferenzen. Nach Unterzeichnung des Bellevue Vertrags, geschlossen am 27. Februar 2002, begann die Planung für die entsprechende Erweiterung des Bonner Kongresszentrums rund um den ehemaligen Plenarsaal. Mit Verzögerung und nach einem Bauskandal stehen nun seit 2015 mit dem Hauptgebäude des World Conference Center Bonn deutlich erweiterte Kapazitäten für Veranstaltungen aller Art zur Verfügung. Das Kongresszentrum bietet heute in seinen beiden Gebäuden – dem Plenargebäude und dem Hauptgebäude - Platz für Events mit bis zu 7.000 Personen.

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Historie der Abgeordneten- Apartmenthäuser an der Heussallee

In den Jahren 1965 bis 1966 wurden zur Unterbringung von Abgeordneten des Deutschen Bundestages drei Apartmenthäuser auf der damaligen Siebengebirgsstraße (heute Heussallee) errichtet.

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Historie der Abgeordneten- Apartmenthäuser an der Heussallee

In den Jahren 1965 bis 1966 wurden zur Unterbringung von Abgeordneten des Deutschen Bundestages drei Apartmenthäuser auf der damaligen Siebengebirgsstraße (heute Heussallee) errichtet.

Die zweigeschossigen, im Grundriss nahezu quadratischen Gebäude, knüpfen stilistisch an die kubischen Bauformen der 1920er und 1930er Jahre an. Flachdächer und weiß getünchte Fassaden nehmen Bezug auf die „weiße Architektur“ der ehemaligen Pädagogischen Akademie (das spätere Bundeshaus). In den Gebäuden sind die Apartments um eine zentrale Halle mit Treppenhaus angeordnet, in die durch Oberlichtkuppeln Licht einfällt. Alle Apartments wurden identisch eingerichtet und auch heute noch sind die ursprünglichen Grundrisse im Wesentlichen erhalten. 

Die Gebäudegruppe ist eingebettet in eine Grünanlage und gekennzeichnet von Leichtigkeit und Transparenz – ein bestimmendes Merkmal für den Wohnbau der 1960er Jahre.

Die unter Denkmalschutz stehenden Apartmenthäuser wurden bis zum Umzug des Bundestages 1999 nach Berlin von Angeordneten aller Fraktionen bewohnt.

Architekt: Bundesbaudirektion mit Planungsgruppe Manfred Adams, Günther Hornschuh, Peter Türler, Georg Pollich (spätere Planungsgruppe Stieldorf)

Gartenarchitekt: Heinrich Radeschall

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Boarding Haus an der Heussallee - "Haus Theodor"

Theodor Heuss war ein herausragender deutscher Politiker und der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Geboren am 31. Januar 1884 in Brackenheim, widmete sich Heuss zeitlebens dem demokratischen Ideal und setzte sich für Freiheit, Toleranz und soziale Gerechtigkeit ein.

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Boarding Haus an der Heussallee - "Haus Theodor"

Theodor Heuss war ein herausragender deutscher Politiker und der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland. Geboren am 31. Januar 1884 in Brackenheim, widmete sich Heuss zeitlebens dem demokratischen Ideal und setzte sich für Freiheit, Toleranz und soziale Gerechtigkeit ein.

Heuss war während der Weimarer Republik als Journalist und Schriftsteller tätig. Seine politische Laufbahn begann in den 1920er Jahren, als er sich in der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) engagierte. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste er aufgrund seiner politischen Überzeugungen emigrieren.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Theodor Heuss zu den Gründervätern der neuen deutschen Demokratie. So nahm er als Mitglied des Parlamentarischen Rates großen Einfluss auf die Formulierungen des neuen Grundgesetzes. 1949 wurde Heuss zum Bundespräsidenten gewählt und übte dieses Amt bis 1959 aus. Als Staatsoberhaupt setzte er sich für die Integration Deutschlands in die internationale Gemeinschaft, die Aufarbeitung der Vergangenheit und den demokratischen Wiederaufbau ein.

Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Bundespräsidenten widmete er sich weiterhin gesellschaftlichen und kulturellen Themen. Er verstarb am 12. Dezember 1963 in Stuttgart.

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Boarding Haus an der Heussallee - "Haus Elly"

Elly Heuss-Knapp war eine bemerkenswerte deutsche Sozialpolitikerin und die Ehefrau des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss. Geboren am 3. Januar 1881 in Straßburg, widmete sie ihr Leben dem sozialen Engagement und setzte sich besonders für die Belange von Frauen und Kindern ein.

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Boarding Haus an der Heussallee - "Haus Elly"

Elly Heuss-Knapp war eine bemerkenswerte deutsche Sozialpolitikerin und die Ehefrau des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss. Geboren am 3. Januar 1881 in Straßburg, widmete sie ihr Leben dem sozialen Engagement und setzte sich besonders für die Belange von Frauen und Kindern ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte Elly Heuss-Knapp eine wichtige Rolle beim Wiederaufbau der deutschen Gesellschaft. Sie gründete 1949 das Müttergenesungswerk, eine Organisation, die sich der Erholung und Gesundheit von Müttern widmete.

Elly Heuss-Knapp verstarb am 19. Juli 1952 in Stuttgart, hinterließ jedoch ein bedeutendes Erbe im Bereich der Sozialpolitik. Ihr Vermächtnis wird als wegweisend für die Entwicklung der Sozialpolitik in der Nachkriegszeit betrachtet.

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Quellen zu Teilen der Inhalte:
www.bundestag.de
www.bundespraesident.de
www..wikipedia.org
www.hausaufderalb.de
www.kuladig.de