Das Siebengebirge
Das dicht bewaldete Siebengebirge wird vom sagenumwobenen Drachenfels dominiert, wenngleich dieser mit seinen 321 Metern keineswegs die Spitze der genau genommen mehr als 40 Hügel darstellt. Doch die romantische Burgruine und die sehenswerte Drachenburg, ein Kleinod der Hochromantik, machen den Drachenfels zum Top-Ziel des internationalen Tourismus.
Auf diesem berühmt-berüchtigten Berg des Siebengebirges hat - so wollte es der Nibelungen-Experte Karl Simrock wissen - der Kampf Siegfrieds mit dem Drachen stattgefunden.
Der Drachenfels ist zu Fuß, mit der Pferdedroschke oder bis zur halben Höhe auf dem Rücken eines Esels zu erobern. Gemütlicher geht es mit der ältesten Zahnradbahn Deutschlands, der Drachenfelsbahn, die am 17. Juli 1883 das erste Mal in Betrieb genommen wurde.
Die Burgruine auf dem Gipfel des Drachenfelses stammt aus dem Jahre 1140. Damals begann der Kölner Erzbischof Arnold I. mit dem Bau seiner Trutzburg als Grenzbefestigung auf dem Drachenfels. Ein anderer Erzbischof aus Köln ließ im Jahr 1634 die Burg bis auf den Burgfried schleifen, so dass heute nur noch eine Ruine zu sehen ist. Von hier hat man einen weiten Blick ins Rheinland, bei guter Wetterlage sind sogar die Türme des Kölner Doms zu sehen.
In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich der Petersberg mit dem gleichnamigen Gästehaus der Bundesregierung. Es dient jedoch nicht nur der Unterbringung von Staatsgäste, sondern auch als Nobelhotel für anspruchsvolle Reisende.
Unten am Rhein, im Bad Honnefer Ortsteil Rhöndorf, liegt ein anderes Relikt aus der Geschichte der Bundesrepublik: Das stimmungsvolle Adenauerhaus vermittelt mit seinem gepflegten Garten die Liebe des ersten Bundeskanzlers zu seinen Rosen, während das dazugehörige Ausstellungsgebäude Wissenswertes aus Leben und Wirken des großen Staatsmannes dokumentiert.
