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Konferenzort der Nachhaltigkeit

In Bonn wird das Thema Nachhaltigkeit ernst genommen und gelebt. Die Stadt Bonn begleitet die Themen der ansässigen Institutionen und Organisationen intensiv. Insbesondere im Schwerpunktbereich Nachhaltigkeit ist es ihr ein wichtiges Anliegen, die Ziele ihrerseits mit Inhalt zu füllen. Die Stadt ist dem Städtenetzwerk ICLEI (Local Governments for Sustainability) und dem Klima-Bündnis der Städte beigetreten. Seit Ende 2005 hat Bonns Oberbürgermeisterin zusätzlich den Vorsitz des Weltbürgermeisterrats zum Klimawandel inne.

Für Klimaschutz und Erneuerbare Energien setzt sich Bonn auch sehr konkret auf lokaler Ebene ein: soeben wurde die Stadt nach dem European Energy Award zertifiziert und ausgezeichnet, bereits im Mai 2008 wurde ihr der Europäische Solarpreis verliehen.

Die Stadt Bonn ist außerdem Mitglied des Global Compact und verpflichtet sich damit zur Förderung des gesellschaftlichen Engagements, um die Globalisierung sozialer und ökologischer zu gestalten. 

„UNO in Bonn – für nachhaltige Entwicklung weltweit“ – das Motto der Vereinten Nationen im UN-Campus direkt neben dem World Conference Center Bonn ist Leitmotiv auch für Bundesministerien, Entwicklungsdienste, Wissenschaftseinrichtungen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen des internationalen Standortes. Als Konferenzort steht Bonn daher für Nachhaltigkeitsthemen von Klima über Frühwarnung bis biologische Vielfalt. Diese Zukunftsthemen von weltweiter Bedeutung stehen auch im Zentrum großer internationaler Konferenzen der Vereinten Nationen. Unter anderem fanden in Bonn statt:

- die Klimakonferenzen der Vereinten Nationen 1999 und 2001
- die Internationale Süßwasserkonferenz 2001
- die UN-Gespräche zu Afghanistan 2001 und 2003
- das 6. Deutsche Weltbankforum und 1. ICT Development Forum 2003
- die UN-Konferenzen zur Frühwarnung vor Naturkatastrophen 2003 und 2006
- die Internationale Konferenz für Erneuerbare Energien, Renewables, 2004
- die 9. UN-Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens zur biologischen Vielfalt im Mai 2008

Für die 9. UN-Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens zur biologischen Vielfalt wurde im Vorfeld ein Umweltkonzept entwickelt z.B. für die Bereiche Abfallmanagement, umweltfreundliche Mobilität der Teilnehmer, Ressourceneinsparungen und Catering. Inzwischen wurde die Konferenz nach dem europäischen Umweltmanagement-System EMAS zertifiziert. Damit wurde dem Umweltkonzept der Konferenz eine besondere Glaubwürdigkeit und Transparenz bescheinigt.

Mit dem Projekt „Sustainable Bonn“, an dem auch das WorldCCBonn teilgenommen hat, wird das Thema Nachhaltigkeit in die Praxis umgesetzt. Nachhaltigkeit soll nicht nur das Thema von Konferenzen sein, die Veranstaltungen selber sollen auch umweltbewusster und umweltfreundlicher organisiert und durchgeführt werden.

"Sustainable Bonn" ist offizielles Dekadeprojekt der Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Die Stadt Bonn wurde durch das Nationalkomitee der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" zur "Stadt der Weltdekade für nachhaltige Bildung" ernannt. Bonn ist bundesweit die vierte Stadt, die diese Auszeichnung erhält, damit werden die zahlreichen lokalen Aktivitäten, die zum weltweiten Anliegen der "Bildung für nachhaltige Entwicklung" beitragen, gewürdigt. In der Kategorie Kommunen hat Bonn für „Sustainable Bonn“ außerdem im Jahr 2007 den erstmals verliehenen Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis Zeitzeiche(N) erhalten.

Im WorldCCBonn wird auch für die Zukunft nachhaltig geplant. Der Erweiterungsbau wird unter ökologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten geplant, vor allem auch im Hinblick auf die zu installierende technische Ausstattung. Im Vordergrund steht hierbei eine nachhaltige Nutzung der Energie unter Einbeziehung regenerativer Ressourcen. Die Einsparung von Primärenergie und somit die Reduzierung der CO2-Emmission zu optimieren, ist ständiges Ziel der Planung.